Open-Air-Bühne für 20.000 Zuschauer, München-Fröttmanig, Projekt 2012
Das Projekt sieht den Neubau einer Freilichtbühne auf dem Gelände einer ehemaligen Deponie am Autobahnkreuz München Nord vor. Mit einer Kapazität von ca. 20.000 Tausend Zuschauern schließt das Projekt eine Angebotslücke unter den zahlreichen Kulturlokalitäten Münchens. Mit dem Neubau der nahe gelegenen Allianz Arena (Herzog de Meuron) erhielt der Ort eine eigene Autobahnzufahrt, eine U-Bahn Station, und eine Großgarage mit ca. 10.000 Stellplätzen und ist damit außergewöhnlich gut erschlossen. Direkt an der bedeutenden Verkehrsachse Nürnberg/München gelegen, bildet das vorgeschlagene Bauwerk zusammen mit der Allianz Arena eine Art Stadttor als modernes Wegzeichen. Die exponierte Lage und die zeichenhafte Wirkung des Bauwerks fördern die öffentliche Wahrnehmung und damit den wirtschaftlichen Erfolg der Einrichtung. Die Tribünenstruktur aus Stahlbeton gliedert sich in drei über einander gestaffelte, separate Ränge. Diese umfassen den Bühnenraum halbkreisförmig und stellen damit eine größtmögliche Nähe zwischen den Zuschauern und den Akteuren her. Die geneigten Untersichten der Ränge haben eine gestufte und offene Oberflächenstrukur aus Holzlamellen, so dass der Verkehrslärm der nahen Autobahn zurückreflektiert bzw. absorbiert wird, ohne das Bühnengeschehen zu beeinträchtigen. Im Kontext der Münchner Stadtentwicklung ist der Projektvorschlag auch als Anregung zu verstehen, im Kulturgeschehen neben dem privilegierten Stadtzentrum auch die in vieler Hinsicht stark vernachlässigte Peripherie einzubeziehen.