Boarding Hotel „Am Damenpfad“, Norderney, Beitrag zum Gutachterverfahren in Projektgemeinschaft mit BJKS Architekten, Renderings: Florian Emmler, 2011, 1700 m2 BGF
Der Baukörper formuliert den Typus eines städtischen Reihenhauses in moderner Formensprache und antwortet auf den prominenten Standort mit repräsentativem Ausdruck. Die Fassade gliedert sich in zurückgesetzte Hauptfassade und vorgeschobenem, zweigeschossigem Sockel. Dieser schafft mit großen Fensteröffnungen und zurückgesetztem Haupteingang einen urbanen Charakter und eine hochwertige Adresse. Im 1. OG schirmt die Sockelfassade eine Terrasse gegen Windeinwirkung ab. Es entsteht ein „grünes Zimmer“, das die große Gebäudetiefe im 1. OG sinnvoll gliedert und der Fassade eine angenehme Leichtigkeit verleiht. Alle Hotelzimmer haben ein Fenster nach Westen mit Blickbezug zur See. Jeweils zwei Einheiten sind durchgesteckt und profitieren so auch von der Morgensonne. Mit Terrassen, Balkonen und/oder Loggien erhalten sie vielfältige und sehr attraktive Außensitzangebote in Westen und Osten. Mit horizontalen und vertikalen Blickbeziehungen wird das Gebäude auch im Inneren in seiner Höhen- und Tiefenentwicklung erlebbar. Lounge und Speisesaal erstrecken sich wie ein Großteil der Zimmer über die gesamte Gebäudetiefe. Im angrenzenden Lichthof kreuzt eine weitere Blickbeziehung zwischen der Schwimmhalle im UG und den Terrassen der Obergeschosse. Mit großzügigen Fensteröffnungen, offener Raumstruktur, hohen Raumlichten (EG 2,90 m, OG 2,60) und hellen Oberflächen gelangt möglichst viel Tageslicht in die Raumtiefe. Im Gebäudekern sind zusätzlich drei vertikale Lichtschächte ausgespart, die Zenitlicht bis ins Erdgeschoß wirken lassen.