Neuordnung des Bahnhofsumfelds in Göppingen, Wettbewerbsbeitrag 2014, in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekt Christian Henke.
Die vorgeschlagene Bebauungsstruktur greift die Blockgrößen der Altstadt auf und rundet das Quartier zum Gleisfeld durch eine geschlossene Bauweise ab. Die bestehende Auffahrtsrampe zur Brücke - ein Fremdkörper in der Stadt - wird mit einem Plateau verschmolzen und damit zu einem Platz als attraktiven Stadteingang umgedeutet. Eine klar definierte Abfolge öffentlicher Räume lässt zwischen Brücke und Bahnhof eine urbane Promenade entstehen.
Der Neubau einer Tiefgarage unter dem Bahnhofsvorplatz – Vorgabe der Auslobung - wird von den Verfassern kritisch gesehen, da wertvoller Baumbestand geopfert wird, und notwendige Erschließungsbauwerke die neue Platzgestaltung stark vorbestimmen.
Das Bahnhofsgebäude wird durch ein markantes Vordach umgestaltet und erhält damit mehr Präsenz am Platz. Die nördliche Kante des Vorplatzes wird durch eine Brunnenanlage mit Wasservorhang gegenüber der Straße abgeschirmt. Die Erschließungsbauwerke der neuen Tiefgarage entstehen mit diesen Maßnahmen nahezu beiläufig.
Leider entschied sich die Jury für eine kleinmaßstäbliche Bebauungsstruktur, die der Bedeutung des Bahnhofs als Verkehrdrehpunkt kaum gerecht wird.